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Kalender 2012

WINDKRAFT IM KLEINFORMAT.

Die Windenergie ist unter den erneuerbaren Energiequellen in Deutschland die wichtigste. In den Wintermonaten 2011 deckten die Windräder 7,9 Prozent des Gesamtstrombedarfs – sie machten damit etwa die Hälfte der Erzeugung aus regenerativen Quellen aus. Erst mit einigem Abstand folgt die Biomasse mit einem Anteil von 4,9 Prozent.

Auch die Süwag ist von dem großen Potenzial der Windenergie überzeugt. Wind ist ein wichtiger Bestandteil in ihrem auf regenerative Quellen fokussierten Energiekonzept. Aber sie verfolgt bei der Nutzung von Windkraft konsequent einen regionalen Ansatz und investiert deshalb nur in Projekte im Versorgungsgebiet, die sie gemeinsam mit regionalen Partnern realisieren kann. Mikrowindanlagen passen fast auf jeden Hinterhof und sind eine gute Alternative zu Fotovoltaikanlagen. Damit können Haushalte und Geschäftskunden ihren Ökostrom selbst erzeugen. Die Süwag will mit ihren Tests an der Anlage in Oberursel praktische Erfahrungen mit der neuen Technologie sammeln.

NEUE WEGE GEHEN

Sie sieht elegant und futuristisch aus: die Mikrowindanlage QR der britischen Firma Quiet Revolution. Ob sie sich in einer „stillen Revolution“ auf dem deutschen Markt etablieren kann, wie es der Name der Herstellerfirma nahe legt, ist offen. Unbestritten sind aber ihre Vorzüge. Die kompakten Mikrowindturbinen erzielen bis zu 7.500 Kilowattstunden Strom im Jahr. Dabei werfen die Rotorblätter keine stören-den Schlagschatten, und die Anlage ist leiser und Platz sparender als vergleichbare kleine Windräder. Das liegt daran, dass sich der Rotor nicht auf einer horizontalen Achse dreht, sondern vertikal, senkrecht zum Mast. All diese baulichen Besonderheiten machen die QR-Anlage auch für den Einsatz in Städten attraktiv.

Drei Testanlagen gibt es in Deutschland. Eine davon hat die Süwag installiert. Bei der Messko GmbH in Oberursel, einer Tochtergesellschaft der Maschinenfabrik Reinhausen aus Regensburg, demonstriert sie, wie sich die erneuerbare Energie Nummer eins ohne die oft kritisierten „Nebenwirkungen“ betreiben lässt.

SCHMAL UND ELEGANT
  • Vom Boden bis zur Spitze misst die Mikro-Windturbine etwa zwölf Meter
  • Die Turbine hat eine Nennleistung von 4,6 Kilowatt und kann 2,5 Haushalte versorgen
  • Für den Betrieb reicht schon eine Windgeschwindigkeit von fünf Metern pro Sekunde im Jahresmittel aus
Statement
»Die QR-Technologie klingt vielversprechend. Deshalb wollten wir sie auf dem eigenen Gelände ausprobieren. Jetzt sind wir von dem Potenzial dieser Windräder überzeugt.«
Ansgar Hinz, Leiter Power Distribution der Maschinenfabrik Reinhausen
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