Eine beeindruckende Geschichte: Der heutige Standort der Wasserkraftanlage, Willstätt, wird in den Chroniken erstmals 1845 als Mühle erwähnt. Die Mühle wechselte mehrfach den Besitzer und wurde im Jahr 1900 von der „Willstätter Mühlenwerk AG“ übernommen. Der neue Eigentümer beantragte darüber hinaus auch den Bau einer Turbinenanlage am Gieselbach, den das Bezirksamt Kehl am 15. Oktober 1901 genehmigte.
Bis 1990 wurde die Wasserkraftanlage mehrmals aus- und umgebaut. Sie wird seit der Fusion des Überlandwerks Achern mit drei weiteren regionalen Energieversorgern zur Süwag Energie AG von diesem betrieben. Die Wasserkraftanlage Willstätt hat eine Leistung von 560 kW, die mittlere Jahresstromerzeugung beträgt 2,5 Millionen Kilowattstunden.
Die Süwag Energie AG nutzt auch das Energiepotenzial der Rench und betreibt dort die Wasserkraftanlagen Oppenau und Steinenbach. Außerdem betreibt die Süwag Energie AG in Oppenau-Maisach die Wasserkraftanlage Maisach. Alle vier Wasserkraftanlagen zusammen erzeugen im Jahr rund 3,7 Mio. Kilowattstunden Strom. Eine Menge, die genügt, um etwa 1.230 Haushalte mit Strom zu versorgen.







