Juni2012

AUF KOMMUNALEN DÄCHERN IST VIEL PLATZ.

Sonnenlicht ist neben Wind und Wasser der günstigste Energierohstoff, denn er kostet gar nichts. Außerdem fallen bei der Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie keine schädlichen Treibhausgase an. Zwar scheint die Sonne hier zu Lande nicht so zuverlässig wie etwa in Wüstengegenden. Dennoch ist Sonnenenergie ein wichtiger Bestandteil im regenerativen Energiemix. Deshalb entscheiden sich auch immer mehr Kommunen für den Bau von Fotovoltaikanlagen auf den Dächern ihrer öffentlichen Gebäude. Für viele ist es sogar der Einstieg in die erneuerbaren Energien.

In den letzten Jahren hat die Zahl der Fotovoltaikanlagen deutlich zugenommen. Das liegt auch an der immer noch attraktiven Einspeisevergütung. Mit dieser Vergütung für den ins Stromnetz abgegebenen Strom wird der Ausbau erneuerbarer Energien gefördert, um diese trotz bislang höherer Kosten konkurrenzfähig zu machen. Zwar wurde die Vergütung für Solarstrom für 2012 um 15 Prozent gesenkt. Dafür sind aber auch die Anlagen günstiger geworden – und die Einspeisevergütung wird für volle 20 Jahre gewährt.

Die Süwag unterstützt die Kommunen bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Fotovoltaikanlagen. Mit dem Rheingau-Taunus-Kreis hat sie, beispielsweise, eine Projektgesellschaft gegründet, um auf kreiseigenen Schulen Solaranlagen zu installieren. Dabei braucht sich die Kommune um nichts zu kümmern. Sie hat eine hohe Planungssicherheit aber kein Investitionsrisiko.

GEMEINSAM SONNE EINFANGEN

Die Gemeinde Mainaschaff hat schon vor der eingeleiteten Energiewende auf regenerative Energien gesetzt. Bereits 2008 beschloss sie, auf dem Dach der neuen Doppelturnhalle ihrer Ascapha-Schule eine moderne Fotovoltaikanlage zu errichten.

Zusammen mit der Süwag gründete sie eine Projektgesellschaft für Planung und Bau der Anlage. Außerdem wurde vereinbart, dass die Projektgesellschaft die Anlage 20 Jahre lang betreibt. Die Arbeitsteilung sieht vor, dass die Gemeinde die Anlage finanziert, während die Süwag sämtliche Dienstleistungen zum Betrieb und zur Überwachung und Wartung zur Verfügung stellt.

Viel Fläche - viel Ertrag

Die rund 800 Quadratmeter große Anlage hat eine Leistung von 75 Kilowatt und erzeugt pro Jahr rund 66.500 Kilowattstunden Strom, der in das Versorgungsnetz der Süwag eingespeist wird. Das entspricht etwa dem Verbrauch von 19 Haushalten im Jahr.

Statement
»Die Entscheidung für diese umweltverträgliche Energieversorgung war und ist richtig – genauso wie die Entscheidung, gemeinsam mit der Süwag eine Projektgesellschaft zu gründen.«
Bürgermeister Horst Engler
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