EFFIZIENT HEIZEN MIT HOLZ.
Wirtschaftlich, effizient, umweltschonend: Überall dort, wo sich mehrere Wärmeverbraucher zu einem Großabnehmer zusammen schließen, können Biomasse-Nahwärmenetze einen wichtigen Beitrag zum lokalen Klimaschutz leisten. Sei es im kommunalen Bereich oder auch im privaten – wie das Neubau-Projekt in Markgröningen zeigt. Die Süwag betreibt derzeit 44 solcher Nahwärmenetze in ihrem Versorgungsgebiet. Das bringt den Kunden einige Vorteile. Sie haben mit der Technik nichts zu tun. Eine Holzhackschnitzelanlage etwa muss 24 Stunden am Tag überwacht werden. Sie muss instand gehalten und gewartet werden. Außerdem ist eine Dokumentation nötig. Diese Aufgaben übernimmt die Süwag und entlastet damit den Nutzer der ökologischen Nahwärme.
Die Rohstoffe für die Biomasse-Anlagen liefern die Bauern der Umgebung mit ihren Traktoren an. Manche Kommunen steuern selbst einen Teil der Rohstoffe bei. In dem Holzhackschnitzel-Heizwerk in Bad Friedrichshall stammt ein Viertel der verbrannten Holzhackschnitzel aus städtischem Grünschnitt aus Hecken und Parks. Und das Beste ist: Der Energielieferant Holz wächst immer wieder nach.
Die gute Umweltbilanz von Biomasse-Projekten öffnet privaten Bauherren auch den Topf zu öffentlichen Fördermitteln. So vergibt, beispielsweise, die staatseigene KfW-Bankengruppe Mittel aus ihrem Programm für energieeffizientes Bauen.
ERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN
In Deutschland findet ein Umdenken statt. Immer mehr Menschen wollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wärmeversorgung soll umweltschonend sein – aber auch wirtschaftlich. Dass beides gut miteinander vereinbar ist, haben etwa 120 Häuslebauer in einem Neubaugebiet in Markgröningen erfahren. Bei der Wärmeversorgung ihrer Häuser setzten sie auf regenerativ erzeugte Nahwärme und entschieden sich für den Rohstoff Holz. Herzstück ihrer Wärmeversorgung ist ein Heizwerk, das mit Holzhackschnitzeln befeuert wird. Für den Wärmebedarf in Spitzenzeiten steht ein Erdgaskessel zur Verfügung.
Vor einigen Jahren wurde das von der Süwag entwickelte Energiekonzept in die Tat umgesetzt. Die erste Zwischenbilanz war für alle überraschend. Das Holzhackschnitzel-Heizwerk liefert über 20 Prozent mehr Wärme als zunächst kalkuliert und entlastet die Umwelt damit noch stärker als erwartet.
Übrigens: Auch die Feuerwehr der Stadt wird über die Anlage mit Wärme versorgt.









