Der Verbrauchswert in Kilowattstunden (kWh) ergibt sich durch die Multiplikation des gemessenen Verbrauchswertes in Kubikmeter (m³) mit der Zustandszahl und dem Brennwert.
Die Abschlagszahlungen sind eine Teilzahlung bzw. Anzahlung auf die bereits geleisteten Energielieferungen und werden mit der turnusmäßigen Endabrechnung verrechnet. Die Höhe des Abschlages orientiert sich an dem zu erwartenden Energieverbrauch.
Bei den meisten Energieumwandlungsprozessen wird die im Primärenergieträger enthaltene Energie nicht vollständig genutzt; es entsteht Abwärme in Form von warmer Luft oder von warmem Wasser
Ehemaliges selbständiges Energieversorgungsunternehmen, das sich im Juni 2001 mit drei weiteren Energieversorgungsunternehmen zur Süwag Energie AG zusammengeschlossen hat.
Biogas entsteht bei der Vergärung von pflanzlichen Stoffen, zum Beispiel auch in Hausmülldeponien. Es muss gereinigt werden und kann dann, meist in Blockheizkraftwerken, zur Energieerzeugung genutzt werden.
Begriff für alle pflanzlichen Rohstofferzeugnisse und Restprodukte, aus denen Energie gewonnen werden kann. Dazu gehören beispielsweise traditionelles Feuerholz, Holzhackschnitzel, Rapsöl oder Biodiesel. Bayern spielt bei der Nutzung der Biomasse eine Vorreiterrolle, bis zum Jahre 2005 soll die Energiegewinnung aus Biomasse einen Anteil von fünf Prozent an der bayrischen Energieversorgung erreichen. Biomasse gehört zu den regenerativen Energien, aus denen der Ökostrom erzeugt wird.
Blindarbeit ist ein Anteil der elektrischen Energie, der nicht in Nutzenergie umgewandelt wird, sondern zum Aufbau elektromagnetischer und elektrischer Felder dient. Die Blindarbeit wird in kWh angegeben. Sie belastet die Versorgungsnetze der Netzbetreiber und wird bei Überschreitung von Grenzen vom Energieversorger vereinnahmt und an den Netzbetreiber abgeführt.
BHKW arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme und kommen so zu einem sehr hohen Brennstoffausnutzungsgrad. BHKW bestehen in den meisten Fällen aus einem Gasmotor und einem Generator. Zu der Gruppe der BHKW zählen auch kleine Gasturbinenanlagen und Brennstoffzellen. Blockheizkraftwerke werden in der dezentralen Energieerzeugung eingesetzt und arbeiten überwiegend im Leistungsbereich von wenigen Kilowatt bis fünf Megawatt.
In der Brennstoffzelle wird in einem elektrochemischen Prozess durch die Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff Energie freigesetzt. Je nach Brennstoffzellenart entstehen Strom und Wärme auf einem Temperaturniveau von etwa 80 Grad Celsius bis rund 800 Grad Celsius. Wird reiner Wasserstoff verwendet, entstehen bei der Energieerzeugung keinerlei Schadstoffe. Brennstoffzellen als Blockheizkraftwerke werden zur dezentralen Energieerzeugung eingesetzt und dienen auch als Antrieb für Fahrzeuge.
Der Brennwert des in das Versorgungsnetz der XY Stadtwerke gelieferten Erdgases wird ständig gemessen, wobei der gewichtete Mittelwert im jeweiligen Abrechnungszeitraum in die thermische Verbrauchsabrechnung eingeht.
Seit der Liberalisierung des Strommarktes versuchen vor allem Unternehmen mit verschiedenen Standorten in Deutschland oder sogar Europa ihren Verbrauch zu bündeln und sich nur noch von einem Stromversorger beliefern zu lassen.
Kaufoption, bei der der Call-Käufer vom Call-Verkäufer gegen vorherige Zahlung einer Prämie am Ende der vereinbarten Laufzeit, also am Verfallstag der Option, die Lieferung von Wertpapieren oder Rohstoffen zu einem vorher vereinbarten Basispreis verlangen kann. Gegenteil: Put.
Vertragliche Vereinbarung einer bestimmten Wertobergrenze eines Rohstoffs, zum Beispiel bei einer Gaspreisentwicklung. Ab Überschreitung dieser Grenze zahlt der Verkäufer des Cap dem Käufer den Differenzbetrag.
Gleichzeitiger Kauf eines Cap und Verkauf eines Floor: Vereinbarung, bei der eine Partei zugleich Käufer eines Cap und Verkäufer eines Floor ist und die andere Partei jeweils die umgekehrten Rollen hat. Durch einen Collar sollen die Kosten des Cap reduziert werden.
Vertragliche Vereinbarung eines Collar, wonach jeweils der Erwerber des Cap oder Floor einen Teil der Differenz selbst trägt, die bei einer Über- bzw. Unterschreitung des Cap- oder Floor-Satzes entsteht. Dafür verringert sich für den Käufer des Cap die von ihm zu leistende Cap-Prämie. Gleichzeitig gewährt er dem Käufer des Floor für dessen Beteiligung an den Mehrkosten eine entsprechende Reduzierung der Floor-Prämie.
Das Arbeitsprinzip der Dampfturbine: Wasser wird in einem Kraftwerkskessel durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verdampft. Der Dampf wird auf mehrere hundert Grad Celsius erhitzt und unter Druck gesetzt; bei der sich anschließenden Entspannung des Dampfes wird Energie freigegeben, mit der die Dampfturbine angetrieben wird; über den Generator wird Strom erzeugt.
Aus Wertpapieren entstandenes Instrument, dessen Preis von dem Preis eines zugrundeliegenden physischen Rohstoffs abgeleitet ist. Derivate Instrumente sind z.B. Futures, Options, Swaps, Caps, Collars etc. Wichtigste Voraussetzung jedes derivaten Instruments ist ein Referenzpreis (Benchmark). Für Referenzpreise gilt: Die Preisquelle muss allen Marktteilnehmern zugänglich, allgemein akzeptiert (als den "fairen" Marktpreis reflektierend) und zuverlässig (hinsichtlich Datenqualität, Publikationsfrequenz, Einflussnahme) sein.
Seit der Liberalisierung des Strommarktes besteht das "Problem" der Durchleitung. D.h. wenn Sie Ihren Stromanbieter wechseln, muss Ihr neuer Anbieter seinen Strom zu Ihnen "durchleiten". Dazu muss er eine entsprechende "Durchleitungsvereinbarung" mit Ihrem Netzbetreiber, also Ihrem alten Anbieter, schließen. Ihr alter Anbieter kann eine Netznutzungsgebühr verlangen, die Höhe ist noch nicht einheitlich festgelegt. Kommt ein solcher Vertrag nicht zustande, können Sie keinen Strom von Ihrem neuen Anbieter beziehen. Die deutschen Netzbetreiber sind jedoch dazu verpflichtet, Strom von anderen Anbieter durchzuleiten. Oft können Einigungen erst nach zähen Verhandlungen getroffen werden, weil etwa die verlangten "Netznutzungsentgelte" zu hoch sind. Als Kunde haben Sie mit dem ganzen Prozedere der Durchleitungsverhandlungen nichts zu tun. Ihr neuer Anbieter gibt Ihnen Bescheid, sobald er eine Einigung mit Ihrem alten Anbieter getroffen hat. So lange müssen Sie warten. Die gesamten Kosten trägt Ihr neuer Anbieter.Siehe auch (Strom-) Beistellung.
Mit der EEG-Umlage wird die Erzeugung von Strom in Anlagen erneuerbarer Energieträger gefördert, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet werden. Diese Kosten werden gemäß EEG auf alle Verbraucher umgelegt.
Bei der Stromübertragung entstehen magnetische Felder. Über eventuelle negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit streiten sich die Gelehrten.
Staub, Schwefeldioxid (SO2), Kohlendioxid (CO2), Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxide (NOx) sind die bekanntesten Luft-Emittenten; Lärm und Erschütterungen zählen auch als Emissionen. Der Gesetzgeber hat alle Emissionen durch Vorschriften begrenzt.
Erdgas zählt zu den fossilen Brennstoffen, es besteht im wesentlichen aus Methan, das bei der Verbrennung weniger Kohlendioxid freisetzt als beispielsweise Kohle oder Öl. Erdgas trägt mit einem wachsenden Anteil zur weltweiten Energieversorgung bei.
Das "flüssige Gold" dominiert als Primärenergieträger weltweit die Energieversorgung. Erdöl ist ein Gemisch flüssiger Kohlenwasserstoffe und enthält zwischen 80 und 90 Prozent Kohlenstoff, 10 bis 14 Prozent Wasserstoff, bis zu drei Prozent Sauerstoff und bis zu fünf Prozent Schwefel sowie weitere Spurenelemente.
Im Erdinneren herrschen Temperaturen von mehreren tausend Grad Celsius. Durch Tiefenbohrungen wird an vielen Stellen der Welt diese Energiequelle angezapft.
Dieses Gesetz wurde im Jahr 2000 von der Bundesregierung beschlossen und schreibt vor, mit welchen Mindestpreisen aus erneuerbaren Energien erzeugter Strom vergütet werden muss, wenn er ins öffentliche Netz eingespeist wird. Es gibt unterschiedliche Sätze für die einzelnen Energien.
Fällt Sonnenlicht auf die Grenzschicht zwischen zwei Halbleitern, entsteht Spannung - man spricht vom photovoltaischen Effekt, erzielt in den aus Silizium bestehenden Solarzellen. Es gibt verschiedene Arten von Solarzellen, der durchschnittliche Wirkungsgrad liegt bei 15 Prozent. Photovoltaisch erzeugter Strom ist noch sehr teuer und ohne finanzielle Förderung in Deutschland nicht wettbewerbsfähig.
Die Gassteuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 auf Grund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird. Besteuert wird der Verbrauch bzw. die Entnahme aus dem Netz im deutschen Steuergebiet. Die Energiesteuer Erdgas wird vom Energieversorger erhoben und an den Fiskus abgeführt.
Gasturbinen können mit Erdgas oder leichtem Heizöl befeuert werden. Das Arbeitsprinzip der Gasturbine: Luft wird unter Druck gesetzt und durch die Verbrennung von Erdgas oder Öl erhitzt; das Gemisch von Luft und Verbrennungsgasen treibt die Turbine an, über den Generator wird Strom erzeugt.
Der Generator ist der Stromerzeuger in allen fossil befeuerten Dampfkraftwerken, in Gasturbinenkraftwerken und in Kernkraftwerken. Beim Generator handelt es sich um einen rotierenden Magneten (angetrieben durch die Turbine), der den Wechselstrom erzeugt.
Die Grundlast gibt an, wie viel Strom rund um die Uhr mindestens verbraucht wird. Zur Grundlastdeckung werden vor allem Kernkraftwerke und große Braunkohlekraftwerke eingesetzt.
Der Grundpreis dient der Abdeckung der verbrauchsunabhängigen Kosten und setzt sich im Regelfall aus einem festen Leistungspreis und dem Verrechnungspreis (Zählerpreis) zusammen.
Betreiber des Höchstspannungsnetzes in Deutschland sind die Verbundunternehmen. Die elektrische Spannung in diesem Netz beträgt 380 000 Volt (380 kV) und 220 000 Volt (220 kV). Das Höchstspannungsnetz ist Bestandteil des europäischen Verbundnetzes und dient auch dem Stromaustausch zwischen den europäischen Ländern.
Emissionen werden abgegeben, Immissionen werden empfangen. Als Beispiel: Schwefeldioxid gelangt als Emission in die Luft und kommt mit dem Regen als Immission wieder auf die Erde zurück.
Bei der Kernfusion werden im Gegensatz zur Kernspaltung Atome verschmolzen. Dabei wird Energie freigesetzt. Fusionsreaktoren werden weltweit erforscht; wann und ob es zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Kernfusion kommt, ist ungewiss.
Bei der Kernspaltung, im wesentlichen von Uranatomen, wird Energie freigesetzt. Die Kernspaltung wird weltweit in mehreren hundert Kernkraftwerken kommerziell genutzt.
Es wird unterschieden zwischen Braunkohle und Steinkohle. Braunkohle hat einen niedrigeren Kohlenstoffgehalt als Steinkohle, ihr Energieinhalt ist etwa halb so groß.
Kohlekraftwerke sind die weltweit am meisten gebauten Stromerzeugungsanlagen. Ihr Wirkungsgrad wurde in den letzten Jahren stark verbessert und liegt heute bei mindestens 40 Prozent. Durch Rauchgasreinigungsanlagen werden die Luftschadstoffe weitestgehend zurückgehalten.
Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht das als Treibhausgas geltende Kohlendioxid (CO2). Es kann mit herkömmlichen Methoden nicht aus den Rauchgasen abgeschieden werden. Die Reduktion ist nur möglich durch höhere Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung, durch Energiesparen und die Nutzung erneuerbarer Energien.
Werden zur Stromerzeugung in einem Kraftwerk eine Gasturbine und eine Dampfturbine gleichzeitig eingesetzt, dann spricht man von Kombikraftwerken oder GuD-Anlagen (Gas- und Dampfturbinenanlage). Kombikraftwerke kommen bei der Stromerzeugung auf Wirkungsgrade von mehr als 50 Prozent.
Entgelte an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch Versorgungsleitungen. Daher wird auch die jeweilige Konzessionsabgabe seitens des Netzbetreibers weiterverrechnet und vom Lieferanten in Rechnung gestellt.
Bei der Stromerzeugung entsteht so gut wie immer auch Wärme; wird diese für Heizzwecke oder als Prozessdampf genutzt, spricht man von Kraft-Wärme-Kopplung. Der eingesetzte Brennstoff wird dabei bis zu 90 Prozent ausgenutzt.
Ehemaliges selbständiges Energieversorgungsunternehmen, das sich im Juni 2001 mit drei weiteren Energieversorgungsunternehmen zur Süwag Energie AG zusammengeschlossen hat.
Ehemaliges selbständiges Energieversorgungsunternehmen, das sich im Juni 2001 mit drei weiteren Energieversorgungsunternehmen zur Süwag Energie AG zusammengeschlossen hat.
Kraft-Wärme-Kopplungs- (KWK-) Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch wird ein höherer Nutzungsgrad erreicht, wodurch Brennstoff eingespart und Kohlendioxid-Emissionen gemindert werden können. Betreiber von KWK-Anlagen erhalten einen gesetzlich festgelegten Zuschlag. Diese Kosten werden gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) auf die Verbraucher umgelegt.
Um ihre Kraftwerke optimal einsetzen zu können, analysieren die Stromversorger sehr genau, wann ihre Kunden wie viel Strom verbrauchen (siehe auch Lastkurve, Grundlast, Mittellast, Spitzenlast).
Die Lastkurve zeigt den Verlauf des Stromverbrauchs über die 24 Stunden eines Tages. Dabei gibt es eine Grundlast, eine Mittellast, und eine Spitzenlast.
Die Leistungsmessung ist erforderlich im Zusammenhang mit Energie-Sonderverträgen, bei denen statt eines festen oder nach Anschlusswerten berechneten Bereitstellungspreises die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung berechnet wird. Hierfür werden statt der sonst üblichen Drehstrom- oder Wechselstromzähler bzw. Gaszähler speziell dafür vorgesehene Maximumzähler/Leistungszähler installiert.
Für die bezogene Leistung (kW) wird vom Energieversorger je nach Vereinbarung ein Leistungspreis in Rechnung gestellt. In Abhängigkeit von der Preiskondition wird entweder der höchste gemessene Wert des Jahres (Jahresleistungspreis) oder der Höchstwert eines Monats (Monatsleistungspreis) berechnet.
Um diesen Leistungspreis exakt zu ermitteln, ist grundsätzlich ein Messgerät nötig, welches die beanspruchte Leistung misst (siehe Leistungszähler).
Besonderer Zähler zur Leistungsmessung, welche zur Abrechnung einiger Tarifarten erforderlich ist. Der Leistungszähler misst neben dem Energieverbrauch (siehe Stromzähler) auch die benötigte Leistung in Leistungswerten (Lw). Der ermittelte Leistungswert geht als Leistungspreis in die Jahresverbrauchsabrechnung ein.
In der Vergangenheit war es so, dass Strom- und Gasversorger ein klar abgegrenztes Versorgungsgebiet hatten; alle dort ansässigen Haushalte und Betriebe mussten ihre Energie von den jeweiligen Unternehmen beziehen. Durch ein neues Energiewirtschaftsgesetz in Deutschland und durch europäische Richtlinien gibt es diesen Gebietsschutz nicht mehr, jeder Kunde kann seinen Versorger frei wählen. Durch die Liberalisierung sind die Strompreise insbesondere für die Industrie stark gesunken; auch bei den Gaspreisen wird mit einer Reduzierung gerechnet.
Ehemaliges selbständiges Energieversorgungsunternehmen, das sich im Juni 2001 mit drei weiteren Energieversorgungsunternehmen zur Süwag Energie AG zusammengeschlossen hat.
Die Messung beinhaltet die Ermittlung des Energieverbrauchs sowie die Erfassung, Verwaltung und Bereitstellung der Zählerdaten. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messdienstleister in Rechnung gestellt.
Der Messstellenbetrieb umfasst den Ein- und Ausbau sowie Betrieb und Wartung von Zählern. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt.
Die Lastkurve des deutschen Stromverbrauchs zeigt die Mittellast in den Zeiten zwischen 6.00 Uhr morgens und 24.00 Uhr. In dieser Zeit wird über die Grundlast hinaus zusätzlicher Strom verbraucht. Zur Mittellastabdeckung werden bevorzugt Steinkohlenkraftwerke eingesetzt (siehe auch Lastkurve).
Müll ist eine Art "nachwachsender" Brennstoff, da nicht alle Inhaltsstoffe wieder verwertet werden können und der Restmüll nicht beliebig deponiert werden darf. In Müllverbrennungsanlagen wird meist Fernwärme erzeugt, sehr oft im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess.
Kraftwerke arbeiten am wirtschaftlichsten, wenn sie immer mit gleicher Leistung betrieben werden. Da in den Nächten weniger Strom verbraucht wird, muss die Kraftwerksleistung gedrosselt werden. Um dies zu vermeiden, bieten Stromversorgungsunternehmen in der Nacht billige Tarife an, um den Verbrauch über 24 Stunden hinweg möglichst zu vergleichmäßigen.
Durch die Öko-Steuer wird Energie künstlich verteuert, um die Verbraucher zum sparsamen Verbrauch zu animieren und dadurch auch die Umwelt zu schützen. Die Einnahmen aus der Öko-Steuer dienen der Entlastung der Rentenversicherung. Die Öko-Steuer wurde geboren unter dem Leitgedanken "Verbrauch belasten, Arbeit entlasten".
Darunter wird die Optimierung des Energieeinkaufs verstanden. Es gibt Portfoliomanager, die diese Dienstleistung vor allem Industriebetrieben und kleineren Stadtwerken anbieten.
Preisabsicherung unter Berechnung einer mathematischen Funktion. Beispielsweise beim Gaspreis zur Absicherung des Arbeitspreises: Gaspreis in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) = Steigungsmaß x Heizölpreis + Niveaukonstante.
Primärenergieträger sind die von der Natur in ihrer ursprünglichen Form angebotenen Energieträger wie alle fossilen Brennstoffe, Uran, Sonne und Wasser.
Pumpspeicherkraftwerke dienen vor allem der kurzfristigen Spitzenstromabdeckung. Das Prinzip: Mit billigem Überschussstrom (meist nachts) wird Wasser in Hochbecken gepumpt und steht dann bei Bedarfsspitzen am Tag zur Verfügung.
Radioaktive Strahlen entstehen bei der Atomumwandlung und schaden in Überdosis dem menschlichen Organismus. Es gibt deshalb scharfe gesetzliche Bestimmungen für den Umgang mit Radioaktivität.
Rauchgasreinigungsanlagen arbeiten vor allem in Kohle- und Müllkraftwerken. Ihr Betrieb verursacht etwa ein Viertel der Investitionskosten und rund die Hälfte der Betriebskosten eines Müllkraftwerkes.
Es gibt eine Reihe verschiedener Verfahren (Waschverfahren, trockene Verfahren, katalytische Verfahren), die oft in einer Kombination eingesetzt werden.
Kein Kraftwerk wird so string überwacht wie Kernkraftwerke. Durch verschiedenste Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass bei Störfällen der Reaktor sicher runtergefahren werden kann und keine Überdosis radioaktiver Strahlen die Anlage verlässt.
In fast allen Ländern mit liberalisierten Energiemärkten wurde eine Regulierungsbehörde eingerichtet, die über einen fairen Wettbewerb wacht. In Deutschland wurde darauf verzichtet, es gibt auf freiwilliger Basis die Verbändevereinbarung Strom und die Verbändevereinbarung Gas, beide haben allerdings keinen Rechtscharakter.
Der Begriff bekam in den 80er Jahren eine ungute Popularität, weil der "saure Regen" für das Waldsterben verantwortlich gemacht wurde. Saurer Regen entsteht dadurch, dass in der Luft enthaltenes Schwefeldioxid vom Regen ausgewaschen wird und im Boden das biologische Gleichgewicht verändert.
Primärenergieträger müssen für den Verbraucher meist in Sekundärenergieträger umgewandelt werden; so beispielsweise Kohle in Strom und Erdöl in Benzin.
Beim Single Buyer-System behält es sich der Netzbetreiber vor, die Stromdurchleitung durch sein Netz mit dem belieferten Endkunden auszuhandeln; das Single Buyer-System ist die gesetzlich mögliche Alternative zum Third Party Access.
Die Solararchitektur entwirft Gebäude so, dass sie aus der natürlichen Umgebung möglichst viel Energie aufnehmen und gleichzeitig auch von Kühleffekten profitieren können. Man spricht in diesem Zusammenhang von "Niedrig- und Nullenergiehäusern".
Es wird unterschieden in photovoltaische und solarthermische Kraftwerke zur Stromerzeugung. Bei der Photovoltaik wird das Sonnenlicht direkt in Strom verwandelt; bei der Solarthermie wird Dampf erzeugt und wie in herkömmlichen Kraftwerken über Turbine und Generator Strom produziert.
Als Sondervertragskunden im Gegensatz zu Tarifkunden gelten Kunden mit hohem Stromverbrauch und damit verbunden mit individuell ausgehandelten Preisen.
Wie bei den Pumpspeicherkraftwerken handelt es sich bei den Speicherkraftwerken um Wasserkraftwerke. Natürliche Gewässer werden in Stauseen gespeichert und treiben bei Bedarf tiefer gelegene Turbinen an. Das Wasser fließt in Rohren vom Stausee zum Kraftwerk, je größer der Höhenunterschied ist, desto mehr Energie kann genutzt werden.
Die Spitzenlastzeiten des Stromverbrauchs liegen zwischen 7.00 Uhr und 12.00 Uhr und dann wieder zwischen 16.00 Uhr und 20.00 Uhr. Zur Spitzenlastabdeckung werden Gasturbinenkraftwerke und Speicherkraftwerke eingesetzt.
SKE ist in Deutschland eine gebräuchliche Maßeinheit, die sich am Energiegehalt der Steinkohle orientiert; international wird stattdessen heute schon oft die Öleinheit (OE) benutzt.
Die nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vorgeschriebene Stromkennzeichnung informiert über die Herkunft des bezogenen Stroms und dessen Umweltauswirkungen.
Die Stromsteuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 auf Grund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird. Besteuert wird der Verbrauch bzw. die Entnahme aus dem Netz im deutschen Steuergebiet. Die Stromsteuer wird vom Energieversorger erhoben und an den Fiskus abgeführt.
Der Stromzähler ist die Messeinrichtung zur Ermittlung des Verbrauchs an elektrischer Energie. Ermittelt wird der Energieverbrauch in der Einheit Kilowattstunde (kWh).
Abhängig von der angewandten Tarifart für die Abrechnung unterscheidet man Eintarif- und Doppeltarifzähler. Im Privatkundenbereich findet der Eintarifzähler (ET) in den meisten Fällen Anwendung. Der Zähler besitzt 1 Rollenzählwerk, an welchem der Verbrauch abgelesen wird.
In Sonderfällen ist die Ermittlung eines zweiten Messwertes mit einem Doppeltarifzähler erforderlich, z.B. bei der Verwendung von Nachtspeicherheizgeräten (10h-Heizungen) und der Schwachlastregelung (Mondscheintarif). Diese Zähler besitzen im Vergleich zum Eintarifzähler 2 Rollenzählwerke. Man unterscheidet dann den sog. Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT). Da für den Hoch- und Niedertarif unterschiedliche Preise je Kilowattstunde verrechnet werden, ist die getrennte Messung bei diesen Tarifmodellen erforderlich, um die Anteile des Stromverbrauchs während der Hochtarifzeit und Niedertarifzeit einzeln erfassen zu können.
Der normale Haushaltskunde sowie kleinere Gewerbebetriebe zählen zu den Tarifkunden, für die sich die Stromversorger bisher die Tarife von den Behörden genehmigen lassen mussten. Tarifkunden zahlen die höchsten Strompreise und versuchen neuerdings durch Bündelung ihre Preise zu reduzieren.
Erdgas wird volumetrisch, das heißt in Kubikmetern (m³), gemessen. Das Betriebsvolumen ist abhängig von Druck und Temperatur. Die in m³ gemessene Menge Erdgas wird in Kilowattstunden (kWh) umgerechnet, damit es ohne den Einfluss von Druck und Temperatur abgerechnet werden kann. Dazu wird nach eichrechtlich anerkannten Regeln der Verbrauch in m³ mit der Zustandszahl z (z-Zahl) und dem Brennwert multipliziert. Die z-Zahl ist ein Korrekturfaktor, mit dem der Einfluss von Druck und Temperatur aufgehoben wird. Der Brennwert zeigt an, wie viel Energie im Erdgas enthalten ist.
Auf die Erde fallende Sonnenstrahlen geben normalerweise nur einen Teil ihrer Energie ab und werden dann wieder auf den Weg ins All geschickt. Durch Kohlendioxid in der Atmosphäre wird dieser Rückweg zum Teil versperrt, die Erdoberfläche heizt sich auf - man spricht vom Treibhauseffekt.
Die Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft und Industrieverbände haben in einer "Verbändevereinbarung Strom" die Spielregeln des Wettbewerbs festgelegt.
Unter dem Vertragskonto sind die Stammdaten des Kunden, die Angaben zur Lieferstelle sowie alle Zahlungsvorgänge bezogen auf diese Lieferstelle erfasst.
Unter diesen Begriff fallen alle Kraftwerke, in denen durch Verbrennung oder Kernspaltung Wärme entsteht, die dazu genutzt wird, Wasser in Dampf zu verwandeln, der eine Turbine antreibt.
Auch wenn der Wind nicht immer weht - er gehört zu den erneuerbaren Energien, die gesetzlich gefördert werden. Deutschland ist Windenergie-Weltmeister: Nirgendwo auf der Welt sind so viele Windkraftwerke installiert wie bei uns.
Damit wird angegeben, zu welchem Prozentsatz bei der Energieerzeugung der eingesetzte Primärenergieträger in Sekundärenergie verwandelt wird. Bei einem Kohlekraftwerk mit 40 Prozent Wirkungsgrad heißt das: der Energieinhalt der Kohle wird zu 40 Prozent in Strom verwandelt.
Ein Zählpunkt kennzeichnet eine Lieferstelle eindeutig; diese Nummer existiert nur einmal im europäischen Energienetz. Am Zählpunkt werden die relevanten Messdaten erfasst. Über die Zählpunktbezeichnung kann der Netzbetreiber den Standort der Lieferstelle genau identifizieren und dem Zähler zuordnen. Im Gegensatz dazu ist die Zählernummer nicht ortsgebunden, da Zähler gewechselt werden können.
Temperatur und Druck am Verbrauchsort wirken sich auf den Energiegehalt des Erdgases aus und werden als sogenannte Zustandszahl in der thermischen Verbrauchsabrechnung berücksichtigt.