Täglicher Arbeitsplatz, Treffpunkt für gemeinsames Kochen oder Mittelpunkt der Party: Einen großen Teil unserer Zeit verbringen wir in der Küche. Und für einen bedeutenden Teil des alltäglichen Energieverbrauchs sind unsere Tätigkeiten und die Geräte in der Küche verantwortlich.
Die richtigen Utensilien und das richtige Vorgehen haben einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch beim Kochen. So sollten Sie
- Töpfe und Pfannen benutzen, die mit der Kochstelle abschließen (weniger Energieverlust) und aus wärmespeichernden Materialien bestehen,
- die Kochstelle bereits fünf Minuten vor dem Ende der Gardauer ausschalten (um die Nachwärme zu nutzen und Strom zu sparen),
- kleinere Speisen (bis ca. 500 g) lieber in der Mikrowelle als im Backofen erhitzen,
- bei der Nutzung des Backofens auf das Vorheizen verzichten (bis zu 20 % weniger Energieverbrauch),
- mit Umluft backen (Temperatur kann um ca. 20 °C gesenkt werden),
- die Backofentür nicht öfter als unbedingt notwendig öffnen,
- beim Zubereiten von Gerichten mit langer Garzeit einen Schnellkochtopf verwenden (ca. 50 % weniger Stromverbrauch),
- viele Speisen, wie zum Beispiel Kartoffeln oder Gemüse, mit nur wenig Wasser garen (weniger Energieverbrauch und Schonung der Vitamine) sowie
- wann immer möglich mit Deckel kochen (geringerer Energieaufwand, kürzere Kochzeit).
Glasklar: Jetzt Zeit und Geld sparen
Wem macht es schon Spaß, das Geschirr von Hand zu spülen? Und es ist auch gar nicht empfehlenswert. Denn das Spülen von Hand verbraucht unnötig viel Wasser und Strom. Aus diesem Grund sollten Sie
- eine Geschirrspülmaschine benutzen (ca. zwei Drittel weniger Wasserverbrauch und um die Hälfte geringerer Stromverbrauch),
- die Geschirrspülmaschine erst anschalten, wenn sie voll beladen ist, und die Vorreinigung sparsam einsetzen,
- Reinigungsmittel gemäß den Herstellerangaben und dem Motto „soviel wie nötig, so wenig wie möglich“ verwenden,
- wann immer es möglich ist, das Spar- oder Kurzprogramm einstellen,
- bei Nutzung eines über 15 Jahre alten Geräts den Erwerb eines energieeffizienteren Neugeräts in Betracht ziehen,
- beim Kauf eines neuen Geschirrspülers auf die Energie-Effizienzklasse achten.
Einen kühlen Kopf bewahren
Dass Kühlschränke und Gefriergeräte viel Energie verbrauchen, ist bekannt. Durch die Beachtung einiger Grundregeln können Sie den Verbrauch jedoch senken. Denken Sie daran,
- dass die optimale Temperatur für Lebensmittel im Kühlschrank +7 °C und im Gefriergerät -18 °C beträgt,
- keine heißen Speisen oder Getränke in den Kühlschrank zu stellen (Vermeidung von Eisbildung und unnötiger Erwärmung im Geräteinneren),
- den Kühlschrank nicht direkt neben dem Herd zu platzieren (die Abwärme des Herds verursacht einen höheren Kühlaufwand des Kühlschranks),
- die Umgebungstemperatur niedrig zu halten (geringerer Stromverbrauch),
- Lebensmittel übersichtlich einzuräumen, um mühsames Suchen und dadurch längeres Öffnen zu vermeiden,
- dass Vereisung den Energieverbrauch des Kühlschranks erhöht (Kühlschränke mit No-Frost-Option bevorzugen),
- bei Nutzung eines alten Gerätes den Kauf eines neuen in Betracht zu ziehen (bis zu 40 % weniger Energiekosten) und
- beim Neukauf auf die Energie-Effizienzklasse zu achten (gegenüber der Klasse A verbraucht ein Gerät mit dem Label A+ ca. 25 % weniger, mit dem Label A++ ca. 45 % weniger und mit dem Label A+++ sogar ca. 60 % weniger Energie),
- regelmäßig die Gummidichtungen des Kühlschranks zu überprüfen.
Übrigens
- Kleingeräte wie Mikrowellen, Toaster und Wasserkocher sparen Energie.
- Induktionsherde erwärmen sich außerhalb der Kochstelle so gering, dass sich auch bei Überkochen keine Flecken in Herd oder Topf einbrennen.









