August2012

DEN KREIS DURCHBRECHEN.

Mit der Elektromobilität ist es ein bisschen so wie mit der Henne und dem Ei. Solange keine flächendeckende Ladeinfrastruktur zur Verfügung steht, kauft niemand ein Elektroauto. Andererseits: Solange niemand ein Elektroauto kauft, wird auch nicht in die Infrastruktur investiert. Hier setzt die Süwag an. Sie investiert in den Aufbau eines Autostrom-Tankstellennetzes. Sie hat damit den Anfang in ihren Regionen gemacht.

Die Elektromobilität ist ein notwendiger Bestandteil der Energiewende. Und das aus zwei Gründen: Zum einen sind Elektromotoren an sich umweltfreundlicher als Verbrennungsmotoren – wenn sie zu hundert Prozent mit Öko- Strom angetrieben werden, sind sie sogar fast emissionsfrei. Zukünftig sollen die Batterien der Autos sogar immer dann Akku-Kapazitäten vorhalten, wenn sie nicht fahren. Diese Energiespeicher sind wichtig, um die Netzlast zu stabilisieren. Denn auf die Netze kommt durch die immer dezentralere Energieerzeugung eine große Herausforderung zu. Sie brauchen eine stabile Spannung, aber die ist umso schwieriger aufrechtzuerhalten, je un- vorhergesehener Strom eingespeist oder gebraucht wird.

ELEKTROMOBIL

Hofheim am Taunus hat seit Ende 2011 eine neue Attraktion. Ganz in der Nähe des Rathauses steht der erste öffentliche Solar-Carport mit integrierter Autostrom-Ladesäule im Main-Taunus-Kreis – errichtet und betrieben von der Süwag. Die „Tankstelle“ der Zukunft steht allen Bürgern zur Verfügung und ist rund um die Uhr „geöffnet“. Erster Kunde war ein Fiat Micro Vett 500 E. Mit dieser Leihgabe der Süwag kann die Stadt die Alltagstauglichkeit von Elektroautos testen.

Auf dem Dach des Carports sind Solarzellen angebracht. Sie erzeugen rund 3.500 Kilowattstunden Strom im Jahr. Das ist genug, um 170 Elektrofahrzeuge aufzuladen oder um 23.000 Kilometer zu fahren. Der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist und bei Bedarf an das „tankende“ Elektroauto abgegeben. Selbst, wenn die Sonne nicht scheint und keinen Strom produziert, füllt sich „der Tank“ der Autos mit Öko-Strom. Die Antriebsenergie wird in Hofheim zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien bereit gestellt.

Konstanter Zuwachs
  • Die Süwag hat bis Ende letzen Jahres 19 Ladesäulen in 18 Städten des Versor-gungsgebietes installiert – weitere folgen
  • Mit einer „Tankfüllung“ fährt ein Auto etwa 120 Kilometer
  • Kosten: etwa vier Euro. Benzin würde für diese Strecke das Dreifache kosten.
Statement

MEILENSTEIN IN HOFHEIM

»Mit dieser innovativen Anlage gehen wir einen weiteren Schritt hin zu einer elektromobilen Zukunft und der Energiewende in Hofheim – dank der guten Zusammenarbeit von Süwag und Stadt Hofheim.«
Gisela Stang, Bürgermeisterin von Hofheim am Taunus
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