Lauf - 01.07.2010
Süwag Energie AG unterstützt Kommunen bei der Erstellung von Energieausweisen für öffentliche Gebäude
• Sanierungs- und Modernisierungsempfehlungen für öffentliche Nichtwohngebäude der Gemeinde Lauf zur Senkung der Energiekosten und Reduzierung von Treibhausgasemissionen vorgestellt
• 7 Energieausweise übergeben
Lauf, im Juli 2010: Bürgermeister Oliver Rastetter und sein Kämmerer Ralph Essig-Christeleit freuten sich, als Gerd Linke, Süwag Energie, und der auf energetische Gebäudesanierung spezialisierte Energieberater Swen Osterloh ihnen sieben Energieausweise für die Gemeindegebäude (Schulzentrum mit Hauptbau, fünf Pavillions und Sporthalle) überreichten. Dabei betonte Bürgermeister Rastetter, dass die Gemeinde dadurch wichtige Hinweise auf den energetischen Zustand ihrer Liegenschaften erhalte und in den Gremien jetzt konkrete Sanierungsmaßnahmen vorbereitet und beschlossen werden können. Der Zeitraum ist passend, denn Energie ist wertvoll, und unnötiger Energieverbrauch ist zu teuer. Nur kann niemand bei der großen Anzahl an Gebäuden erwarten, dass alles sofort umgesetzt werden kann.
Im Rahmen ihres Rathäuserprogramms fördert die Süwag Energie die Erstellung von bedarfs- und verbrauchsorientierten Energieausweisen für öffentliche Nichtwohngebäude. Der beauftragte Energieberater Swen Osterloh begutachtete die Gebäude bis in den hintersten Winkel, vom Keller bis zum Dachgeschoß, und stellte die Daten für den Gebäudebestand und Szenarien für Sanierungen und Modernisierungen zusammen. Dabei werden 85 Prozent der Kosten für die Energieausweiserstellung von der Süwag Energie übernommen, 15 Prozent trägt die Gemeinde Lauf. Ziel des Programms des Energieversorgers ist es, die Kommunen für die Möglichkeiten der Energieeinsparung zu sensibilisieren und sie bei der Umsetzung der Energieeffizienzvorgaben der EU zu unterstützen. Denn im Rahmen der EU-Verpflichtung sollen die Treibhausgase bis zum Jahr 2020 um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Nach Einschätzung des Bundesbauministers Peter Ramsauer könnten alleine durch energetische Gebäudesanierungen bis zum Jahr 2020 rund 20 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden und zugleich die Energiekosten um insgesamt 40 Milliarden Euro gesenkt werden.
Der Energieausweis gibt Auskunft über den Energieverbrauch pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr, ähnlich wie man es bereits von Energieeffizienzklassen bei Haushaltsgeräten kennt. Außerdem enthält er Empfehlungen für Modernisierungsmaßnahmen, die aber für die Kommunen keine Verpflichtung darstellen. Möchte die Kommune energieeffiziente Modernisierungsmaßnahmen umsetzen, dann unterstützt die Süwag Energie sie dabei. Des Weiteren bietet der Energieausweis Referenzwerte, die eine Vergleichbarkeit entweder hinsichtlich des Energieverbrauchs (Verbrauchsausweis) oder des Energiebedarfs (Bedarfsausweis) mit anderen Gebäuden ermöglicht. Für öffentliche Nichtwohngebäude, ab einer Nutzfläche von 1.000 Quadratmetern, muss dieser energetische Nachweis seit dem 01. Juli 2009 gar öffentlich ausgehängt werden. Hierdurch nimmt die Gemeinde Sasbach ihre Vorreiterrolle wahr. Der Energieausweis hat eine Gültigkeit von zehn Jahren, falls in dieser Zeit keine größeren baulichen Maßnahmen durchgeführt werden.
Ziele dieser Energieausweispflicht für Gebäude (Energieeinsparverordnung EnEV 2007 und EnEV 2009) sind die Umsetzung der EU-Vorgaben, die Vergleichbarkeit der „zweiten Miete“ und die Gebäudeeigentümer zu energetisch wirksamen Modernisierungen von Bestandsgebäuden zu motivieren.
Foto (von links nach rechts)
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Die Süwag Energie AG ist eine Regionalgesellschaft der RWE. Das knapp 5 200 Quadratkilometer umfassende Netzgebiet der Süwag Energie und ihrer Tochterunternehmen verteilt sich auf die vier Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern. In allen Bundesländern ist die Süwag-Gruppe mit Standorten vertreten und beschäftigt insgesamt über 1 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über 100 Auszubildende. Jährlich werden gut acht Milliarden Kilowattstunden Strom und rund drei Milliarden Kilowattstunden Erdgas abgesetzt. In den unternehmenseigenen Blockheizkraftwerken sowie den 16 naturnahen Laufwasserkraftwerken erzeugt das Unternehmen etwa 100 Millionen kWh Ökostrom pro Jahr.
















