Frankfurt - 03.05.2010
• Bilanzgewinn: 52,8 Mio. Euro
• Dividende: 1,10 Euro je Stückaktie
• Marktposition: stabilisiert
• Ziel: Stärken des Unternehmens zukunftsfähig ausbauen
Der Vorstand der Süwag Energie AG legte auf der diesjährigen Hauptver-sammlung ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis für das Jahr 2009 vor. Dr. Klaus-Peter Bal-thasar, Vorstandsvorsitzender des Energiedienstleisters sieht sein Unternehmen – trotz schwieri-ger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wie beispielsweise niedriger Nachfrage nach Energie und dem Trend zur Kommunalisierung der Netze gut aufgestellt. „Wir werden die erreichte Markt-position stabilisieren, die Stärken des Unternehmens durch Prozessverbesserungen erhalten und zukunftsfähig ausbauen. In die Wachstumsfelder Energiedienstleistungen, Erneuerbare Energien und Elektromobilität werden wir investieren“, zieht Balthasar Bilanz.
Das abgelaufene Geschäftsjahr der Süwag Energie AG stand ganz im Zeichen der konjunkturellen Schwäche und der Finanzkrise. Diese Entwicklungen haben das Versorgungsgeschäft in vielfälti-ger Weise beeinflusst. So ging beispielsweise die industrielle Produktion um rund 16 Prozent zu-rück.
Geschäftszahlen 2009
Die Umsatzerlöse inklusive Strom- und Erdgassteuer lagen im Berichtszeitraum mit rund 1,7 Mrd. Euro über dem Vorjahr (rund 1,5 Mrd. Euro). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg auf 118,5 Mio. Euro (Vj 70,4 Mio. Euro). Dies begründete der kaufmännische Vorstand Dr. Holger Himmel mit einem Einmaleffekt aus Erträgen aus dem Verkauf von Spezialfonds. Nach Abzug der Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von 80,8 Mio. Euro (Vj. 37,4 Mio. Euro). 28 Mio. Euro wurden in die Gewinnrücklage eingestellt. Der verbleibende Bilanzgewinn von insgesamt 52,8 Mio. Euro (Vj. 43,2 Mio. Euro) wird vollständig an die Anteilseigner ausgeschüttet.
Der Hauptversammlung wurde eine Dividende von 1,10 Euro je Stückaktie (Vj. 0,90 Euro) vorge-schlagen. Die Hauptversammlung folgte dem Vorschlag. Balthasar betonte, dass damit die Aktio-näre in angemessenem Umfang an der positiven Ergebnisentwicklung des Unternehmens beteiligt seien. „Außerdem spiegelt die Dividendenerhöhung um 20 Cent die Leistungsfähigkeit, Belastbar-keit und Stabilität unseres Unternehmens wider“, so Balthasar weiter.
Die Stromumsatzerlöse inklusive Stromsteuer von rund 1,2 Mrd. Euro lagen im wesentlichen mengen-, aber auch preisbedingt um138 Mio. Euro über dem Vergleichswert von 2008. Insge-samt verkaufte das Unternehmen rund 9,6 Mrd. Kilowattstunden Strom (Vorjahr: rund 8,3 Mrd. Kilowattstunden) an Privat- und Gewerbekunden, Geschäftskunden sowie weiterverteilende Energieversorgungsunternehmen. Den Anstieg im Stromabsatz führte Himmel auf die deutlich gestiegenen Liefermengen an Weiterverteiler zurück.
Die Erdgasumsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 10 Mio. Euro auf 158 Mio. Euro ge-stiegen. Hierfür machte Himmel Sondereffekte verantwortlich. Der Erdgasabsatz sank im Ver-gleich zum Vorjahr geringfügig um 42 Mio. Kilowattstunden auf rund 2,8 Mrd. Kilowattstunden.
Dank neuer Aufträge zur Wärmelieferung konnte der Umsatz im Wärmegeschäft der Süwag Energie AG gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Mio. Euro auf 15,0 Mio. Euro gesteigert werden.
Vertriebsvorstand Jost Geweke ergänzte, dass sich die Vertriebsoffensive des Unternehmens jetzt auszahle. Bei den Privat- und Gewerbekunden habe man seit Mitte 2009 kontinuierlich mehr Kunden gewonnen als verloren. Insgesamt führten die vielfältigen Akquisitionsmaßnah-men im Jahr 2009 zu rund 25 000 neu abgeschlossenen Energielieferverträgen. Auch könne man jetzt jedem Kunden Strom und Erdgas aus einer Hand anbieten.
Im Geschäftskundenvertrieb war das Unternehmen ebenfalls bei der Akquise erfolgreich. Laut Geweke konnten so namhafte Kunden wie die Uniklinik Freiburg und der Aluminiumhersteller „Aluminium Rheinfelden GmbH“ gewonnen werden. Alleine an diese beiden Kunden liefert die Süwag Energie AG über 400 Mio. Kilowattstunden Erdgas im Jahr. Hinzu kommen als neue Stromkunden die Friesland Campina Germany GmbH und im Rahmen eines Bündelvertrages mit dem baden-württembergischen Handwerkstag mehr als 7000 Handwerksbetriebe.
Ausblick 2010
Der Vorstand der Süwag Energie AG geht davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen für
Energieversorgungsunternehmen weiter verschlechtern. Der intensive Wettbewerb, die niedrigere Nachfrage nach Energie, die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Trend zur Kommunalisierung der Netze werden den Druck auf die Energieversorgungsunternehmen weiter erhöhen. „Der eingeschlagene Kurs der Süwag Energie AG ist darauf ausgerichtet und wird daher konsequent fortgesetzt“, versicherte der Vorstand. Dazu gehöre die Stabilisierung und der wertori-entierte Ausbau der Marktposition ebenso wie die Optimierung der Unternehmensprozesse und Kostenstrukturen. Außerdem sei für ihn der erfolgreiche Neuabschluss von Konzessionsverträgen Grundlage und Chance zugleich, um auch zukünftig die Wertschöpfungsziele des Unternehmens zu erreichen. Zukunftsträchtige Wachstumsfelder auf dem Gebiet der Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien sowie der Elektromobilität werde die Süwag Energie AG konsequent er-schließen, so der Vorstand.
Von zentraler Bedeutung für das Netzgeschäft des Energiedienstleisters ist die Verlängerung sei-ner Strom- und Erdgaskonzessionen. Bis 2012 wird innerhalb des derzeitigen Netzgebietes der Süwag Energie AG der größte Teil aller Konzessionsverträge neu verhandelt. Bereits heute hat das Unternehmen einen Teil der Stammkonzessionen neu abschließen können. Dabei zeigte sich allerdings, dass der Wettbewerb auch bei den Kommunen angekommen ist. Dr. Balthasar machte deutlich, dass die Süwag Energie die Herausforderung angenommen hat. Man sei mit neuen An-geboten auf den Markt gekommen und auch selbst verstärkt in angrenzenden Netzgebieten aktiv geworden.
Starker Partner für die Regionen
Mit Blick auf die Wettbewerber zeigte der Vorstandsvorsitzende auf, welche Wertschöpfung die Süwag-Gruppe für die Regionen erbringt: Rund 290 Mio. Euro (aus Gewerbesteuerzahlungen, Investitionen, Förderungen des sportlichen, kulturellen und sozialen Lebens unter anderem mit der Trikotförderaktion „Süwag macht Sport“, Konzessionsabgaben, Dividendenausschüttungen und EEG-Einspeisevergütungen) fließen zurück in die Regionen und werden damit zu einem stabilisie-renden Wirtschaftsfaktor. Darüber hinaus beschäftigen die Süwag Energie AG und ihre Tochterge-sellschaften rund 1800 Menschen und bilden über 100 junge Menschen aus. Damit zählt die Sü-wag Energie AG zu den größeren Arbeitgebern in den Regionen in denen sie zu Hause ist.
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Die Süwag Energie AG ist eine Regionalgesellschaft des RWE Konzerns. Das knapp 5 200 Quadratkilome-ter umfassende Netzgebiet der Süwag Energie AG und ihrer Tochterunternehmen verteilt sich auf die vier Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern. In allen Bundesländern ist die Süwag-Gruppe mit Standorten vertreten und beschäftigt insgesamt rund 1 800 Mitarbeiterinnen und Mitar-beiter sowie über 100 Auszubildende. Jährlich werden etwa neun Milliarden Kilowattstunden Strom und rund drei Milliarden Kilowattstunden Erdgas abgesetzt. In den unternehmenseigenen Blockheizkraftwerken sowie den 16 naturnahen Laufwasserkraftwerken erzeugt das Unternehmen etwa 100 Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr.














