Erdmannhausen - 25.03.2010
- Sanierungs- und Modernisierungsempfehlungen für öffentliche Gebäude
- Fünf Energieausweise übergeben
Bürgermeister Lutz Schwaigert und Kämmerer Eberhard Immel freuten sich, als Gerd Linke, Süwag Energie AG und der auf energetische Gebäudesanierung spezialisierte Energieberater Wolfgang Dürrich des Ingenieur-büros Bauphysik 5 ihnen die Energieausweise für die Halle auf der Schray, die Kindergärten Regenbogen, Löwenzahn und Kunterbunt und das Jugendhaus Calypso überreichten. Dabei betonte Bürgermeister Lutz Schwaigert, dass die Gemeinde dadurch wichtige Hinweise auf den energetischen Zustand ihrer Liegen-schaften erhalte und hierdurch in ihren Bemühungen, mit Energie möglichst sparsam umzugehen, sehr gut unterstützt werde. Der Zeitraum ist passend, denn Energie ist wertvoll, und unnötiger Energieverbrauch ist zu teuer.
Im Rahmen ihres Rathäuserprogramms fördert die Süwag Energie AG die Erstellung von bedarfs- und verbrauchsorientierten Energieausweisen für öffentliche Nichtwohngebäude. Der beauftragte Energieberater Wolfgang Dürrich begutachtete die Gebäude bis in den hintersten Winkel, vom Keller bis zum Dachgeschoß, und stellte die Daten für den Gebäudebestand und Szenarien für Sanierungen und Modernisierungen zusammen. Dabei werden 85 Prozent der Kosten für die Energieausweiserstellung von der Süwag Energie AG übernommen, 15 Prozent trägt die Gemeinde Erdmannhausen. Ziel des Programms der Süwag ist es, die Kommunen für die Möglichkeiten der Energieeinsparung zu sensibilisieren und sie bei der Umsetzung der Energieeffizienzvorgaben der EU zu unterstützen. Im Rahmen der EU-Verpflichtung sollen die Treibhausgase bis zum Jahr 2020 um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden.
Nach Einschätzung des Bundesbauministers Peter Ramsauer könnten alleine durch energetische Gebäude-sanierungen bis zum Jahr 2020 rund 20 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden und zugleich die Energie-kosten um insgesamt 40 Milliarden Euro gesenkt werden.
Der Energieausweis gibt Auskunft über den Energieverbrauch pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr, ähnlich wie man es bereits von Energieeffizienzklassen bei Haushaltsgeräten kennt. Außerdem enthält er Empfehlungen für Modernisierungs- maßnahmen, die aber für die Kommunen keine Verpflichtung darstellen. Möchte die Kommune energieeffiziente Modernisierungs-maßnahmen umsetzen, dann unterstützt die Süwag Energie AG sie dabei. Des Weiteren bietet der Energieausweis Referenzwerte, die eine Vergleichbarkeit entweder hinsichtlich des Energie-verbrauchs (Verbrauchsausweis) oder des Energiebedarfs (Bedarfsausweis) mit anderen Gebäuden ermöglicht.
Für öffentliche Nichtwohngebäude, ab einer Nutzfläche von 1.000 Quadratmetern, muss dieser energetische Nachweis seit dem 01. Juli 2009 öffentlich ausgehängt werden.
Der Energieausweis hat eine Gültigkeit von zehn Jahren, falls in dieser Zeit keine größeren baulichen Maßnahmen durchgeführt werden. Ziele dieser Energieausweispflicht für Gebäude (Energieeinsparverordnung EnEV 2007 und EnEV 2009) sind die Umsetzung der EUVorgaben, die Vergleichbarkeit der „zweiten Miete“ und die Gebäudeeigentümer zu energetisch wirksamen Modernisierungen von Bestandsgebäuden zu motivieren.
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Die Süwag Energie AG ist eine Regionalgesellschaft der RWE. Das knapp 5 200 Quadratkilometer umfassende Netzgebiet der Süwag Energie und ihrer Tochterunternehmen verteilt sich auf die vier Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern. In allen Bundesländern ist die Süwag-Gruppe mit Standorten vertreten und beschäftigt insgesamt über 1 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über 100 Auszubildende. Jährlich werden gut acht Milliarden Kilowattstunden Strom und rund drei Milliarden Kilowattstunden Erdgas abgesetzt. In den unternehmenseigenen Blockheizkraftwerken sowie den 16 naturnahen Laufwasserkraftwerken erzeugt das Unternehmen etwa 100 Millionen kWh Ökostrom pro Jahr.














